Günstige Angebote finden

Alle die wie ich gerne verreisen sind normalerweise auch ständig auf der Suche nach den besten Angeboten. Wer bei verschiedenen Punkten der Reisekosten spart kann entweder längere Zeit im Zielland verbringen oder öfter mal eine Reise einlegen. Da sich die Methoden der Schnäppchenjagd regelmäßig ändern möchte ich heute mal auf das Thema eingehen und meine aktuellen Tipps preisgeben. Versucht sie mal selbst, oder wenn ihr bessere Tipps kennt, lasst sie mich wissen. Da nach meiner Erfahrung Komplettangebote meist etwas teuerer sind als individuell zusammengestellte Reise suche ich stets spezifisch nach:

  • Hinflug
  • Unterbringung
  • Transport vor Ort
  • Rückflug

Gerade in letzter Zeit habe ich festgestellt, dass Flüge wesentlich günstiger sind wenn man Hin und Rückflug getrennt und oft auch mit unterschiedlichen Fluggesellschaften bucht. Bucht man bei einer Fluggesellschaft gibt es meist einen Flug, der deutlich teuerer ist als der andere. Vergleicht man die Flugpreise aller Anbieter findet man oft sehr gute Schnäppchen und ist außerdem wesentlich flexibler mit den Flugdaten.

Lokale Transportmittel

lokale transportmittel

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Bei Unterkünften suche ich je nach Land die beste Möglichkeit. In großen Städten schwöre ich auf Ferienwohnung, die meist sehr gut gelegen sind und dabei wesentlich günstiger angeboten werden als Hotels. Bei Fernreisen schaue ich nach einfachen Pensionen oder Bed & Breakfast Angeboten. Da ich oft nicht lange an einem Ort bleibe ist es besser, um flexibel zu bleiben. Beim Transport gehe ich ähnlich vor. Ich checke die Preise für Mietautos, lege die Strecken fest, die ich zurücklegen möchte und prüfe auch die Kosten von Zug und Bussen. Da ich außerhalb Europas ungern selber Auto fahre ist es oft bequem und einfach, die angebotenen öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Es dauert zwar etwas länger, um ans Ziel zu kommen, aber die Fahrt mit Einheimischen ist oft ein wahres Urlaubserlebnis, das man so in einem Mietwagen nie machen würde.

Fahrradreisen

Glaubt man den aktuellen Reisekatalogen für ausgefallene Reisen muss man heutzutage mit dem Fahrrad neue Länder entdecken. Ganz unterschiedliche Spezialanbieter haben ganz viele verschiedene Länder im Angebot. Egal ob Thailand, Brasilien, Südafrika oder so ziemlich alle Länder in Europa: überall werden geführte Fahrradtouren angeboten. Dabei werden für ziemlich üppige Preise interessierte Urlauber mit einem Komplettpaket versorgt. Zuerst geht es mit dem Flugzeug oder Zug zum tatsächlichen Startpunkt. Dort warten dann sowohl ein Reiseleiter als auch die Fahrräder auf die Urlauber. Täglich werden recht einfache Strecken von ca. 50 Kilometer gefahren und die Reisenden haben dabei die Gelegenheit, das jeweilige Reiseland im Fahrradtempo kennenzulernen.

reise

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Nach jeder Tagestour wird in einer entsprechenden Hotelunterkunft übernachtet. Liegt der nächste Ort zu weit entfernt werden die Fahrräder mit LKWs und die Urlauber mit Bussen zum Schlafgemach transportiert. Kontrolliertes Abenteuer. Ein Freund hat mir erzählt, dass es auf Mallorca sogar Ausflüge gibt, bei denen Touristen mit einem Bus auf einen Berg gefahren werden. Dort bekommen sie ein Fahrrad und können dann in aller Ruhe und ohne Mühe den Berg wieder runterrollen. Das Ganze nennt sich tatsächlich Fahrradausflug. Absurder geht es nicht mehr.

Aber zurück zum organisierten Fahrradausflug. Im Vorfeld kann man auf einschlägigen Seiten wie Rabattkode zalando nach praktischer Fahrradkleidung suchen. Da einen im Ausland niemand kennt kann man auch mal die Stretchhosen ausprobieren, die man sich Zuhause nie wagt anzuziehen. Perfekt ausgerüstet geht es dann auf Entdeckungstour in ferne Länder. Selbstverständlich ist alles im Vorfeld bis ins Kleinste geplant. Fahrräder werden einem notfalls auch hinterher getragen, wer nicht mehr selber fahren kann nimmt im Bus Platz, gegessen wird in ausgesuchten, touristenverträglichen Restaurants und geschlafen im feinen Hotelbett. Mit Preisen von 3000 bis 5000 Euro richten sich die Fahrradtouren an gutbetuchte Urlauber, die mal was anderes sehen möchten, ohne sich allerdings in Gefahr zu geben. Ist das noch Urlaub?

Ryanair

Kaum eine andere Firma hat das Flugverhalten der Passagiere in den letzten Jahren so deutlich verändert wie die Fluglinie Ryanair. Heutzutage ist es normal, zu Preisen die günstiger sind als ein Busticket in die nächste Stadt, in eine europäische Metropole zu fliegen. Und auch wenn alle immer über Ryanair meckern, der unglaubliche Erfolg gibt ihnen Recht. Natürlich sind die Plätze eng, und wer gegen die festen Regeln beim Gepäck oder Ticketausdruck verstößt, wird richtig zur Kasse gebeten. Nutzt man die Billig Airline jedoch so wie angegeben, kann man für sehr kleines Geld sehr weit weg fliegen. Also benötigt es lediglich einer strikten Planung und alles läuft problemlos.

ryanair

ryanair

Was mir ganz besonders gefällt ist die Flexibilität beim Buchen von Tickets auf den Ryanair Webseiten. Während es bei anderen Fluggesellschaften ein Glücksfall ist, wenn man ein günstiges Angebot findet, kann man bei Ryanair im Kalender die besten Preise suchen. Man gibt einfach Start und Ziel ein und sieht dann die jeweiligen Flugpreise für die unterschiedlichen Tage. Und da diese deutlich variieren, kann man sich ganz individuell das beste Paket zusammenstellen. Möchte man einen Koffer mitnehmen, bucht man ihn dazu. Und mit Priority Boarding und Platzwahl gibt es auch spezielle Angebote für diejenigen, die sich ein bisschen VIP fühlen möchten. Ich nutze Ryanair oft und gerne, und habe schon sehr viele Orte gesehen, die mir sonst entgangen wären.

Budapest

Heute möchte ich einmal eine Lanze für die ungarische Hauptstadt brechen. Auch für mich war sie eine Unbekannte, aber nach einem Kurzbesuch von acht Tagen muss ich sagen, dass ich absolut begeistert bin und schon jetzt plane, bald wieder nach Budapest zu fahren. Was mich absolut begeistert hat ist das unglaubliche Nachtleben, das die Stadt zu bieten hat. Und dazu noch ganz anders als in anderen europäischen Metropolen. In der Innenstadt von Budapest gibt es zahlreiche alte Häuser, die in Kulturzentren umgewandelt wurden. Besucht man eines dieser Häuser fühlt man sich wie in einem Labyrinth aus Style und Wahnsinn.

Da viele Häuser über Innenhöfe miteinander verbunden sind bekommt man das Gefühl, die Häuser wären endlos. Und über viele Etagen sind ganz unterschiedliche Räume eingerichtet in denen wahlweise eine Band spielt, ein DJ Musik auflegt, man Essen kann oder in dem Billard und Kicker stehen. Stellt euch besetzte Häuser vor, die über Jahre in kreative Zentren verwandelt wurden. Mit Grafittis an den Wänden, seltsamer Kunst in allen Formaten und Überraschungen in allen Ecken.

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Das Publikum dieser „verwunschen Häuser“ ist eine bunte Mischung aus Einheimischen und Touristen, was ebenfalls für eine tolle Atmosphäre sorgt. Am besten informiert ihr euch schon vor der Reise nach Budapest darüber, welche Häuser gerade angesagt sind und welches kulturelle Programm sie anbieten. Ich wünschte ähnliche Häuser würden auch in anderen europäischen Städten existieren. Wilder, alternativer und ansprechender geht es nicht.

Was Budapest ebenfalls sehr attraktiv macht sind die relativ günstigen Preise. Egal ob man zum Feiern ausgeht, ein Restaurant besucht oder eine günstige Unterkunft sucht, Budapest ist deutlich erschwinglicher als so ziemlich alle anderen Metropolen Europas. Die Donau, die die beiden Stadtteile Buda und Pest trennt sorgt insbesondere im Sommer für ein tolles Flair. Am Flussufer kann man auf Terrassen kühle Getränke genießen oder sich bei Nacht auf einer Bootstour die Skyline der Stadt anschauen. Sehr schön und empfehlenswert.

Wer mal raus möchte aus der Stadt findet im Umfeld sehr viele Dörfer, große Felder und ursprüngliches ungarisches Leben. Probiert die einheimische Küche und besucht Lokale in kleinen Dörfern, günstiger und uriger geht es nicht. Budapest lohnt sich, schreibt es auf eure Zielliste!

Auto, Zug oder Flugzeug?

Welches ist euer beliebtestes Transportmittel beim Reisen? Fahrt ihr gerne mit eurem eigenen Auto durch die Gegend, gehört ihr zu denen, die im Zug Entspannung suchen, oder muss es so schnell wie möglich so weit weg wie möglich gehen, und deshalb verreist ihr stets im Flugzeug? Für mich haben alle Transportmittel ihren speziellen Reiz und deshalb möchte ich heute mal auf alle etwas ausgiebiger eingehen. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, als wir als Teenies angefahren haben mit dem Auto Europa zu entdecken. Die Lage Deutschlands im Zentrum Europas erlaubt es, relativ einfach und dazu noch sehr günstig in viele umliegende Länder zu gelangen. Ich habe unter anderem im Auto Holland, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich und Dänemark besucht. Das Schönste am Urlaub im Auto ist in der Regel die Begleitung, die Freiheit beim Wechsel der Orte und der Umstand, dass man sehr viele Landschaft sieht und an jeder Stelle, die einem gefällt, spontan anhalten kann. Mann kann im Auto übernachten, kann jederzeit einkaufen fahren, Anhalter oder Fahrbegleitungen mitnehmen und dabei für recht wenig Geld sehr weit gelangen. Minuspunkte sind die langen Autofahrten, die ganz schön anstrengend sein können und die Gefahr einen Unfall zu haben. Im vergleich zu Zug und Flugzeug ist das Auto mit Abstand das gefährlichste Verkehrsmittel. Aber mir persönlich hat Autofahren immer gefallen, und die interne Regel im Freundeskreis, dass der Fahrer die Musik bestimmt, war natürlich auch stets Anreiz weiterzufahren.

flugzeug

flugzeug

Zug fahren gefällt mir für sehr bestimmte Reisen, zum Beispiel wenn man in eine europäische Metropole fahren oder jemanden in einer Stadt besuchen möchte. Bei diesen Reisen ist nicht der Weg das Ziel und man kann die Zugfahrt genießen, indem man ein Buch liest oder sich einen Film auf dem Laptop anschaut. Man kommt auf alle Fälle wesentlich ausgeruhter am Ziel an. Weniger gefällt mir, dass man wenig sieht auf der Strecke und eher ungewiss durchs Land rast. Als ich einige Jahre Single war habe ich über dating sider Frauen kennengelernt und diese dann immer mit dem Zug besucht. Das war eine ganz angenehme Art um entspannt und locker am Ziel anzukommen.

Für Fernreisen ist das Flugzeug absolut unverzichtbar. Es ist

  • schnell
  • günstig
  • bequem

und man kann in 24 Stunden Flug fast an jeden Ort der Welt gelangen. Da man immer wieder hervorragende Angebote für Flugreisen findet wird die Welt immer erreichbarer. Und wenn man nicht gerade eine Lowcost Billig Airline erwischt ist fliegen auch sehr bequem. Natürlich sieht man nichts von der Landschaft, dafür kommt man aber schnell in fremde Länder. Bei meinem ersten Flug in einen anderen Kontinent war ich angenehm überrascht, wie gut der Service auf langen Flugreisen sein kann. Überhaupt kein Vergleich zu kurzen Flugreisen innerhalb Europas.

Und wie sieht es bei euch aus? Mögt ihr es langsam und selbstbestimmt oder schnell und direkt? Oder bequem im Zug zu einem festen Ziel? Wie immer ihr auch verreist, wichtig ist es überhaupt zu verreisen und andere Orte zu besuchen. Das Transportmittel ist letztendlich eher zweitrangig.

Venezuela III

Ciudad Bolivar war so ganz anders als Merida. Während die eine Stadt hoch in den Bergen liegt hat man in Ciudad Bolivar das Gefühl, fast am Meer zu sein. Der große Orinoko, der durch die Stadt fließt, vermittelt das Gefühl von Wasser und die Temperaturen waren deutlich höher als in den Anden. Da der Urwald nicht weit ist habe ich mich schnell entschlossen, eine Tour zu suchen, die mich etwas in den Dschungel führt. Schon vor Antritt der Reise hatte ich mich darauf vorbereitet, eine eher abenteuerliche Dschungeltour zu unternehmen und mich auf Sparpedia.dk – Rabatkoder mit entsprechenden Dingen eingedeckt. Unter anderem habe ich einen guten Reiserucksack und dschungelfeste Hosen und Schuhe gekauft. In Ciudad Bolivar habe ich mir zusätzlich noch eine Hängematte besorgt und schon war ich bereit für den Dschungel.

rio caura

rio caura

In Ciudad Bolivar habe ich eine Reiseagentur gefunden, die Trips in den Dschungel in kleinen Gruppen anbot. Per Auto ging es entlang des Orinoko bis zum Rio Caura und anschließend per kleinen Einbaum den Fluss entlang in den Dschungel. Außer mir waren noch drei weitere europäische Touristen mit von der Partie sowie ein Reiseleiter und eine Helferin, die während der fünftägigen Reise unter anderem die Mahlzeiten zubereitete. Geschlafen wurde unterwegs in Dörfern von Einheimischen und oft gab es nur ein Holzgestell, um die Hängematte aufzuhängen. Auffallend war, wie freundlich alle Dorfbewohner waren und wie neugierig sie uns Touristen behandelten. Da es kein elektrisches Licht gab wurde mit Sonnenuntergang geschlafen und bei Sonnenaufgang gefrühstückt. Zum Glück gab es spezielle Moskitonetze für Hängematten, denn ihr könnt euch nicht vorstellen was für ekelige Insekten der Dschungel aufweist.

Nach drei Tagen haben wir uns Zielcamp erreicht von dem aus es zu Fuß quer durch den Dschungel weiterging. Am Ende des gut dreistündigen Marsches kamen wir zu den Wasserfällen des Rio Caura und wir fuhren mit einem Einbaum ganz nah an den Wasserfall und konnten sogar baden. Ein unglaubliches Erlebnis am Ende der Welt. Auf der Tour habe ich unter anderem Papageien und Affen gesehen, mir unbekannte gegrillte Tiere in einem Dorf gegessen und viele, viele Sunden in einem Zustand zwischen Meditation und Begeisterung in dem kleinen Boot auf dem Fluss verbracht. Ein absolut unvergessliches Erlebnis.

Venezuela II

Da ich euch bei meinem letzten Blogartikel sozusagen in Caracas hab sitzenlassen werde ich heute mal dort weitermachen, wo ich damals aufgehört habe. Nachdem ich also meinen Rucksack endlich wieder hatte, habe ich meine Tour durch Venezuela gestartet. Dabei ging es immer mit den lokalen Busses von einem Ort zum anderen und der erste Stopp nach der großen Stadt war ein kleines Küstendorf namens Puerto Cabello westlich von Caracas. Einen größeren Kontrast hätte ich kaum finden können. Alles was in Caracas laut und groß war, war hier klein und ruhig. Es war sehr einfach eine einfache Posada zu finden und von da ging es direkt an den unglaublichen Strand. Stellt euch eine Bounty Reklame vor und ihr kommt dem nahe, was ich dort erleben durfte. Überraschenderweise waren kaum Menschen an diesem Superstrand und die die da waren, haben sich früher oder später in der einzigen Beachbar kennen gelernt. Wieder hat mich total überrascht, wie freundlich die Einheimischen sind.

venezuela

venezuela

Nach drei Tagen Erholung pur ging es weiter mit dem Bus nach Coro. Auf einer kleinen Landzunge vor dem Ort findet man riesige Sanddünen, die an eine Wüste erinnern. Was mich jedoch definitiv an Coro erinnert ist die immense Hitze, die ich dort erlebt habe. Es war so heiß, dass der Besuch der „kleinen Wüste” zu einer Tortur wurde und ich war heilfroh, als ich mit einem kalten Getränke im Schatten eines Baumes in einer Hängematte lag. Landschaftlich echt toll, aber die Hitze war kaum auszuhalten. Umso besser, dass der nächste Stopp der Tour in den Bergen lag und es dort wesentlich kühler war als an der Küste.

Erneut nahm ich einen Bus um nach Merida zu gelangen, einer sehr kolonial gehaltenen Stadt am Ende des Andenzugs. Erneut gab es einen heftigen Kontrast zur Küste. Merida ist eine Studentenstadt und ganz viele Studenten kommen hier her, um Sprachen zu lernen. Dementsprechend waren die Bars voller junger Leute und die Atmosphäre war herrlich. Ich wäre gerne mit der Seilbahn auf die Spitze des nächsten Berges gefahren, um ein bisschen Bergfeeling zu bekommen. Leider ist die Bahn jedoch seit Jahren stillgelegt. Anstatt dessen ging es mit dem Flugzeug hoch hinaus… weiter nach Ciudad Bolivar.

Südamerika

Immer mehr Deutsche träumen nicht nur von Fernreisen, sondern erfüllen sich diesen Traum auch früher oder später. Gute Flugangebote oder komplette Urlaubspakete machen es immer einfacher, Europa zu verlassen und exotischere Länder zu besuchen. Zwar sind Fernreisen stets etwas teurer als Reisen innerhalb Europas aber mit einigen kleinen Hilfsmitteln sollte es einfach sein, das nötige Reisebudget zusammen zu bekommen. Ich kann aus eigener Erfahrung folgendes empfehlen:

  • Jeden 15 Euro in ein Sparschwein zu schmeißen
  • Per Dauerauftrag einen festen Betrag auf ein Sparbuch überweisen
  • Online Aktien kaufen
  • Geld für ein Jahr fest anlegen
  • anstatt zwei Kurzurlaube, einen langen machen
caracas venezuela

caracas venezuela

Ich habe es auf diese Art geschafft, mehrer Fernereisen zu verwirklichen und heute möchte ich Euch ein bisschen über Venezuela erzählen. Generell muss man bei Reisen nach Südamerika darauf gefasst sein, dass ganz viele Leute einem abraten in dieses oder jenes Land zu reisen. Kolumbien – voller Drogen, Honduras – Jugendbanden. Brasilien – Straßenüberfälle und so weiter und so fort. Meine Erfahrung ist, dass man mit ein bisschen gesunden Menschenverstand in Südamerika keine Probleme bekommt. Wer sich dagegen eine teure Kamera um den Hals hängt und ganz viel Bargeld bei sich führt muss damit rechnen, sich als attraktives Opfer zu präsentieren. Vor meiner Reise nach Venezuela wurde mir auf alle Fälle geraten, auf gar keinen Fall einen Fuß in Caracas zu setzen. Laut den wohlgemeinten Empfehlungen klang es, als würde man auf der Stelle überfallen, entführt oder erschossen, sobald man das Ortsschild der Hauptstadt passiert. Leider, oder zum Glück, wurde mein Rucksack auf der Hinreise nicht aus dem Flugzeug entladen, sondern weiter nach Bogota geflogen. Und ich musste notgedrungen 2 Tage in Caracas verbringen, um auf mein Gepäck zu warten. Und, was soll ich euch sagen, ich habe es nicht nur überlebt, sondern habe am Ende meiner Venezuela Rundreise extra noch einen Stopp in Caracas eingelegt, weil es mir so gut gefallen hat. Das beschreibt sehr gut, wie genau wohlgemeinte Ratschläge in der Regel sind. Wesentlich besser informiert man sich auf einschlägigen Reisewebseiten oder in Foren, in denen Leute schreiben, die ein Land tatsächlich besucht haben. In einem weiteren Blog werde ich den Venezuelabericht fortführen.

Die kanarischen Inseln

Als perfekter Kontrast zum hohen Norden, über den ich im letzten Blog schrieb, führe ich Euch heute in den südlichsten Teil von Europa, sowie entfernt, dass es vier Tage mit dem Schiff benötigt, um von Südspanien dorthin zu gelangen. Die Rede ist natürlich von den Kanarischen Inseln. Zur Inselgruppe gehören sieben Inseln: Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, El Hierro und La Gomera. Außer El Hierro habe ich schon alle Inseln besucht und kann daher ganz persönlich bestätigen, dass diese Inseln dem Paradies ähneln. Mit Temperaturen, die einem ewigen Frühling gleichen, sind sie der perfekte Ort für einen Urlaub, egal ob im Sommer oder im Winter. Und dank der zahlreichen Flugverbindungen findet man auch immer wieder günstige Angebote.

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Wald auf La Gomera

Überraschend ist, wie unterschiedlich die sieben Inseln untereinander sind. Während Teneriffa und Gran Canaria insbesondere im Süden sehr touristisch und überlaufen sind, findet man im Norden beider Insel tolle Orte und kanarischen Charme. Lanzarote überwältigt durch seine Mondlandschaft, die unglaublichen Strände und die Arbeiten des großen Inselkünstlers César Manrique. Fuerteventura hat kilometerlange weiße Strände. Auf La Palma und La Gomera kann man durch verzauberte Wälder wandern, die den perfekten Background für jeden Horrorfilm liefern.  Die tief hängenden Wolken schaffen eine nebelige, düstere Atmosphäre und sorgen für eine sehr üppige Vegetation. Was alle Inseln bieten sind großartige Möglichkeiten den Atlantik zu genießen. Egal ob tauchend, schwimmend, auf Booten oder Surfboards, auf allen Inseln gibt es zahllose Möglichkeiten das Meer zu genießen. Und das macht die Kanaren für mich zu einem perfekten Urlaubsziel.

Ab in den Norden

Obwohl es die meisten Deutschen in ihren Urlauben in den Süden zieht und Länder wie Spanien, Italien und Frankreich in den Listen der beliebtesten Reiseländer immer ganz weit oben auftauchen, gefällt es mir auch, ab und an zu variieren. Seitdem mich einmal eine solche Laune nach Schweden gebracht hat, bin ich sehr begeistert von Skandinavien und den nordischen Ländern. Egal ob Dänemark, Norwegen, Schweden oder Finnland, der Norden hat sowohl landschaftlich als auch kulturell sehr viel zu bieten und die Menschen sind absolut liebenswert. Wichtig ist es allerdings, eine gute Reisezeit auszuwählen und Glück mit dem Wetter zu haben, denn insbesondere wenn die Sonne scheint blühen die nordischen Menschen richtig auf und zeigen ein Temperament, dass man so eher in südlichen Ländern vermuten würde.

Ein häufiger Grund, warum viele Urlauber die nordischen Länder meiden, sind die dort üblichen hohen Steuern auf Tabak und Alkohol. Rauchen ist heutzutage zum Glück nicht mehr so ein großes Thema, immer mehr Menschen haben sich dieses teure und schadhafte Laster abgewöhnt, die Vorstellung jedoch, für ein Bier fünf bis acht Euro zu bezahlen, ist für viele deutsche Reisende abschreckend. Leider haben diese Steuer dafür gesorgt, dass Skandinavien als sehr teuer gilt. Ich habe dagegen eine ganz andere Erfahrung gemacht. Seitdem ich auf den Recherchen für meine Reisen den Begriff alennuskoodi und die dazugehörige Seite zum Sparen und Auffinden von Rabatten gefunden habe, nutze ich solche Angebote auf allen meinen Reisen. Warum mehr zahlen wenn es auch tolle Angebote gibt, nicht wahr? Meistens bezahlt nur der zuviel, der sich nicht richtig informiert.

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Um in Skandinavien unterwegs zu sein sollte man sich eine der optimistischsten Weisheiten der Region zu Eigen machen: „Betrachte immer die helle Seite der Dinge! Und wenn sie keine haben? Dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.“ Nimmt man sich dies zu Herzen wird man eine fantastische Zeit verbringen. Was mich ganz besonders reizt am Norden sind die unglaublichen Landschaften, die man dort erleben darf. Egal ob die majestätischen Fjorde in Norwegen, die Seen in Schweden oder die wilden Küsten überall, der Norden hat viel zu bieten und hat für jeden Geschmack ein passendes Angebot. Mein Bruder hat vor gar nicht langer Zeit einen Kanu-Urlaub durch Schweden gemacht und konnte sich gar nicht mehr Einkriegen vor Begeisterung. In kleinen Gruppen wurden sie von See zu See gebracht und konnten diese dann mit dem Kanu überqueren. Geschlafen wurde mitten in der Natur in Zelten und alles erinnerte an ein großes Abenteuer. Die Fotos des Urlaubs sind wirklich sagenhaft, ich werde das irgendwann auch mal ausprobieren.

Mein eindrucksvollstes Erlebnis bislang im Norden waren die absolut unwirklichen Nordlichter, die ich in Finnland erlebt habe. Je nach Witterung beginnt der Himmel in den unglaublichsten Farben zu erstrahlen und man hat das Gefühl, sich in einem Science Fiction Film zu befinden. So oder so ähnlich muss der Himmel auf anderen Planeten aussehen. Da diese Naturschauspiele im Winter wesentlich häufiger auftreten musste ich sehr viel Frieren, bevor ich die Nordlichter erleben konnte, aber das Leiden hat sich gelohnt. Die Fotos und die Erinnerungen bleiben für immer und sind für mich eine der einzigartigen Momente, die nur der Norden Urlaubern bieten kann.